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Automatenmarken:
Postwertzeichen aus
Postwertzeichengebern mit verschiedenen, vom Käufer selbst zu wählenden
Nennwerten, die erst beim Kauf in dem Gerät auf einen einheitlichen
Grundvordruck gedruckt werden.
Block:
Kleiner Bogen mit verziertem
oder beschriftetem breiten Rand und maximal sechs (meist ein bis vier)
Sondermarken mit bis zu drei verschiedenen Bildern; häufig mit
Zuschlägen versehen, die der Finanzierung von Ausstellungen oder
philateliefremden Vorhaben dienen sollen (s.a. Kleinbogen und
Zusammendruck).
Dauermarken:
Wertzeichen, die über längere
zeit bildlich unverändert ausgegeben werden; im Gegensatz zu
Sondermarken werden sie dem Bedarf entsprechend in unbegrenzter Menge
gedruckt.
Dienstmarken:
Besondere Postwertzeichen für
die Freimachung der Post von Behörden, Ämtern und Dienststellen (z.B.
auch Völkerbund).
Druckverfahren:
Vom Aussehen der Druckformen
her unterscheidet man: Buchdruck, Offsetdruck, Rastertiefdruck,
Stichtiefdruck, Prägedruck, Lichtdruck und früher Steindruck; es gibt
Marken, die bildgleich in verschiedenen Druckverfahren hergestellt
wurden.
Entwertung:
Briefmarken werden durch
Stempel (Tages-Handstempel, Maschinenstempel, Sonderstempel) oder
Lochung, früher auch durch Federzug von der nochmaligen Verwendung
ausgeschlossen.
Ersttagsblatt (ETB):
Von der Post ausgegebenes
Blatt mit einer neu erschienenen Marke und dem zugehörigen
Ersttagsstempel sowie ausführlicher Beschreibung des Anlasses für die
Ausgabe und technische Daten.
Ersttagsbrief (FDC = First Day
Cover):
Umschläge, deren Marken mit
dem Stempel des ersten Verwendungstages dieser Ausgaben entwertet sind;
Kataloge unterscheiden nicht zwischen postalisch und privat
hergestellten Schmuckumschlägen und am Ausgabetag gestempelter
„normaler“ Post.
Fälschungen:
Manipulation an Marken,
Stempeln und Belegen zum Zwecke einer vorgetäuschten Wertverbesserung
zum Schaden des Käufers oder der Post. Beim Erwerb teurer Marken
empfiehlt sich eine Prüfung. Die Prüfordnung und das
Mitgliederverzeichnis des Bundes Philatelistischer Prüfer ist in allen
MICHEL-Katalogen im Anhang zu finden.
Fluoreszenz:
Unter ultraviolettem Licht
aufleuchtender Zusatzstoff im Markenpapier, der zur Sicherung gegen
Fälschungen und zur Ermöglichung automatischer Entwertungen eingebracht
ist.
Freimarken:
Dauermarken und Sondermarken,
die zum Frankieren der Post des allgemeinen Publikums verwendet werden.
Ganzsachen:
Postkarten, Briefumschläge,
Streifbänder, Aerogramme, zum Teil auch Paketkarten, Postanweisungen
und Telegrammformulare mit eingedrucktem Wertzeichen (Wertstempel); auf
Privatbestellung liefert die Post Ganzsachen auch für philatelistische
Zwecke und den Privatgebrauch (Privatganzsachen).
Gummierung:
Wird maschinell vor dem
Bedrucken der Papierbogen auf diese aufgetragen; anfänglich wurden
Marken auch vor dem Aufkleben auf den Brief einzeln von Hand mit dem
Pinsel gummiert.
Kleinbogen:
Besondere Form des
Briefmarkenbogens mit fünf bis zehn Marken, die im Gegensatz zu Marken
aus dem Block auch einzeln abgegeben werden; eine eindeutige Abgrenzung
zum Block (s.a. dort) ist schwierig.
Markenheftchen:
Zusammenstellung mit festem
Deckel eines oder mehrerer Heftchenblätter mit mehreren Marken gleicher
oder verschiedener Wertstufen; vor allem aus Automaten käuflich.
Maximumkarten:
Ansichtskarten mit
bildgleicher aufgeklebter Marke; Karten- und Markenmotiv sollen ebenso
wie der Stempel eine maximale Übereinstimmung haben.
Mustermarken (früher und im Ausland „Specimen“):
Frankaturungültige
Postwertzeichen mit diesem Aufdruck, die an die Mitglieder des
Weltpostvereins (UPU) und an Journalisten verteilt werden. Mustermarken
gelangen einige Zeit vor dem Erstausgabetag zur Verteilung.
Nachgummierung:
Ungebrauchte Marken werden
zuweilen mit neuer Gummierung versehen, um postfrische (s. dort) Stücke
vorzutäuschen und den wert zu erhöhen; nachgummierte Marken sind
verfälscht und damit minderwertig.
Numisbrief:
Brief mit einer Marke mit
zugehörigem Ersttagsstempel und einer zu demselben Anlaß
herausgegebenen Sondermünze; der philatelistische Wert von Numisbriefen
ist äußerst fraglich.
Philatelie:
Kunstwort nach dem
Altgriechischen für „Freund der Gebührenfreiheit“ als allgemeine
Bezeichnung für die Beschäftigung mit Briefmarken und Stempeln.
Portogerecht:
Eine Sendung, die nach den
gültigen Portosätzen für die Beförderung und Sonderleistungen (z.B.
Einschreiben) frankiert ist; Briefesammler achten auf absolute
Portorichtigkeit.
Portomarken:
Marken, mit denen die Höhe
eines zu erhebenden Nachportos nachgewiesen wird; Portomarken gibt es
nur in wenigen Ländern.
Postfrisch:
Briefmarken in dem zustand, in
dem sie von der Post abgegeben werden; die Originalgummierung muß
unberührt sein (Symbol in den Katalogen: **); lediglich ein Prüfzeichen
gilt nicht als Beeinträchtigung (s.a. Nachgummierung).
Rollenmarken:
Aus Markenrollen (für
Postwertzeichengeber und Automaten) stammende Dauermarke; im
allgemeinen hat jede fünfte Marke eine rückseitig aufgedruckte
Zählnummer.
Sondermarken:
Aus besonderem Anlaß
ausgegebene Marken mit darauf hinweisendem Bild- und Textinhalt; die
Auflagenhöhe ist begrenzt; Sondermarken können zur Nominale einen
Zuschlag zugunsten wohltätiger Zwecke haben.
Trennungsarten:
Zu Beginn wurden Marken mit
der Schere aus dem Bogen geschnitten, später wurde die Trennung durch
feine Messerstiche („durchstochen“) oder durch die Zähnung erleichtert;
es gibt verschiedene Zähnungsarten und Zähnungsmaße, die mit dem
Zähnungsschlüssel gemessen werden können.
Wasserzeichen:
Zum Schutz gegen Fälschungen
zum Schaden der Post in die noch feuchte Papiermasse der Markenbögen
eingearbeitete Muster. Sie können in verschiedenen Stellungen
auftreten. Bei modernen Markenausgaben werden Wasserzeichen nur noch
selten verwendet.
Zusammendruck:
Einheit von maximal zehn
Marken verschiedener Bilder und Wertstufen mit oder ohne Bogenrand oder
Teilen davon (s. auch Block und Kleinbogen).
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