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Landesringfahrt nach Wuppertal
Schreie, platschende Geräusche, Stampfen, trügerische Ruhe.
Nein, wir befinden uns nicht im Dschungel und der Geräuschpegel rührt
nicht
von einer Elefantenherde her.
Es ist Donnerstag, der 24. Mai 2001, 22:59 Uhr, Jugendherberge in
Wuppertal,
zweiter Stock.
Ein langer anstrengender Tag liegt hinter den 16 Philatelisten aus
Schleswig-Holstein, der dennoch Minute um Minute ausgenutzt werden muss.
Nach fünf ein halb Stunden Zugfahrt trafen die Schleswiger,
Norderstedter und
Kaltenkirchener am frühen Nachmittag im Zielort Wuppertal ein und
begaben sich
unverzüglich mit Sack und Pack zur freudig erwarteten NAPOSTA in der
Stadthalle, bzw. zum Jugendcenter in der Sporthalle.
Die erste Überraschung in Form der NAPOSTA-Briefmarkentasche enthielt
alles,
was ein Philatelistenherz erfreut, von Pinzette und Lupe bis hin zu
kleinen
Alben, Briefmarken und Belegen.
Als nächstes wurde gleich die Spielstraße in Angriff genommen, in der
ein
jeder seine Fähigkeiten als Postbeamter mit punktgenauem Stempeln,
Briefe
Sortieren und Pakete Ordnen. Die erreichte Punktzahl verhalf den einen
sogar zur
Höchstprämie, den anderen zu anderen Preisen.
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Schwer bepackt, lockte draußen nun der Fahrrad-
Geschicklichkeits- Wettbewerb. Just in diesem Moment tauchte ein
Fotograph auf. Schnell wurde mit Fahrrad und Helm eine geeignete
Position fürs Foto eingenommen. |
| Nun reichte die Zeit doch nicht mehr für einen kurzen
Abstecher in die Stadthalle, so dass sich der kleine Tross auf den Weg
zur nächsten Schwebebahnhaltestelle machte. Was für ein Glück, dass das
Gepäck von Thomas Säger im Auto mitgenommen werden konnte! |
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Die Fahrt dauert allerdings nicht lange und das letzte
Stück hinauf zur Jugendherberge wurde mit dem Bus zurückgelegt.
Pustekuchen, wer gedacht hätte, zu viert oder sechst untergebracht zu
sein! Ein Zimmer mit 14 Betten wartete auf die 13 männlichen Mitfahrer.
Laut eigener Aussage war es aber dennoch möglich, in der Nacht Schlaf
zu finden.
Die drei weiblichen Mitfahrerinnen hatten das Glück, zu dritt ein
Zimmer mit sechs Betten zu teilen.
Nach dem Abendessen um 18.00 Uhr hatte jeder Zeit zur freien Verfügung.
Schnell fanden sich zwei Fußballmannschaften, die sich auf dem
anliegenden Platz ein heißes Match boten. Zur Erfrischung spendete Ralf
Böttcher allen Spielern und Zuschauern ein dankbar empfangenes Eis. |
Der Abend neigte sich dem Ende und irgendwann kehrt auf
dem Flur Ruhe ein.
Der nächste Tag wartete gleich nach dem Frühstück mit einem Programm
auf. Von den 55 Teilnehmern des Bundestreffen gingen die einen in den
Zoo, die anderen bevorzugten trotz des sonnigen warmen Wetters das
Museum.
Mit Bus und Schwebebahn ging es zu Zoo, der allen viel Freude bereitete. |
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Anschließend
waren die Mägen leer, so dass natürlich das hiesige McDonald's nicht in
der
Besichtigungskette ausgelassen werden konnte. Nach einem ausgiebigen,
vom
Schleswiger Seniorenverein gesponsorten Mittagessen lenkten sich die
Schritte
endlich zum eigentlichen Anziehungspunkt: NAPOSTA.

Was es alles zu sehen gab! Erstklassige Exponate zu
vielfältigen Themen,
Händlerstände mit allem, was das Herz begehrt, fünf verschiedene
Sonderstempel, Sonderbelege und vieles mehr.
Das Bad in der philatelistischen Menge wurde ausführlich
genossen, bis es
zurück zur Jugendherberge ging. Vor dem Abendbrot trafen sich die
Schleswig-Holsteiner noch zu einem Minigolfturnier auf dem direkt neben
der
Jungendherberge liegenden Platz.
Nach dem Abendessen wartete ein gigantischer Berg schmutzigen
Geschirrs auf
fleißige Abtrockner. Doch anschließend folgt die vorher schon
angekündigte
Philafete. Quizfieber ergriff die versammelten Philatelisten.
Günther Jauch, alias Wolfgang Sander, verhalf seinen Kandidaten trotz
schwieriger philatelistischer Fragen zu schönen Preisen. Ein Tipp für
den
echten Günther Jauch: Die Freude ist noch größer, wenn alle Preise der
Gewinnstufen bis zur erreichten eingesammelt werden können!
Für diese kreative Idee gibt es von unserer Seite ein großes Lob!
Spannung und Musik wechselten sich ab, bis sich die Versammlung nach
und nach
auflöste und die müden Augen Ruhe fanden.
Nun war schon der letzte Tag angebrochen!
Frühstück, Packen, Verladen, Bus, Schwebebahn und dann.... NAPOSTA!
In den letzten noch verbleibenden Stunden stürzten sich wieder alle ins
Getümmel auf der Suche nach einer unentdeckten Rarität oder einem
besonders
günstigen Schnäppchen. Sicherlich sind einige fündig geworden, obwohl
das
Gedränge noch größer als am Vortag war.
Und dann war es auch schon Zeit, sich auf den Weg zum Bahnhof
zu machen, der
glücklicherweise nicht weit entfernt lag.

13.41 Uhr: Der Zug rollt aus dem Bahnhof und nimmt Kurs Richtung
Norden.
Unterbrochene Kartenspiele wurden weitergeführt, offene Rechnungen
beglichen,
Erlebnisse diskutiert.
"Wann sind wir endlich da?" - "In einer Stunde und 59
Minuten." - "Wann sind wir endlich da?" - "In einer Stunde
und 58 Minuten." - "Wann sind wir endlich da?" - "In einer
Stunde und 57 Minuten."
Für den einen oder anderen wurden die letzten Stunden zwar noch lang,
doch
irgendwann erreichten auch die Schleswiger den heimatlichen Bahnhof,
nachdem die
glücklichen Norderstedter schon zwei Stunden früher den Zug verlassen
konnten.
Fazit: Eine rundum gut organisierte und gelungene Fahrt. Ein
großes Lob an
die Veranstalter: Wir kommen gerne wieder!
Sibylle Hellwig 4.6.01


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