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Gelungene Premiere

Erstmals seit langer Zeit trafen sich am 5. Oktober 2002 sowohl deutsche als auch dänische Sammler der Philatelistenjugend in Schleswig anlässlich der Rang-3-Ausstellung.
Noch bevor es überhaupt losging, blieben schon die ersten Sucher bei den Wühlkisten am Jugendstand des Schleswiger Briefmarkenvereins hängen.

Als schließlich alle erwarteten Teilnehmer eingetroffen waren, kam es zum ersten Blickkontakt, im Verlaufe dessen die 16 Versuchskaninchen in drei sprachlich gemischte Gruppen für die spannende Post-Rallye eingeteilt wurden.

Die Aufgabe bestand darin, einen Brief ohne Briefmarke und Stempel an einen unbekannten Empfänger zuzustellen. Das ist unmöglich. Daher gab es als Hilfsmittel einen Fragebogen mit sowohl deutschen als auch dänischen Fragen, deren Beantwortung zum Lösungswort, d.h. dem Empfänger, führen sollte. Zur besseren Verständigung standen Bild- und Übersetzungskarten zur Verfügung.
Nun konnte das große Grübeln losgehen.

Grübel, grübel… Graue Zellen brannten durch…

Schließlich waren auch die letzten Briefe mit einem Stempel versehen,
so dass die Mühen mit einem reichhaltigen Buffet entlohnt werden konnten.

Nach dem Mittag sah das Programm eine verdauungsfördernde Luftballontherapie vor, die darin bestand, bei stoppender Musik einen Luftballon zu ergattern und den dazugehörigen Besitzer zu ermitteln. Zu Beginn waren sich mit den jeweiligen Namen versehen worden. Groß und Klein war mit Begeisterung dabei!

Aus Zeitgründen musste die Erstellung von Gemeinschaftsexponaten auf unbestimmte Zeit verschoben werden, doch hatten unsere dänischen Gäste einen 25(!) kg Sack, in Worten fünfundzwanzig, mit unabgelösten schwedischen Briefmarken mitgebracht, der zur Freude vieler junger Nachwuchs-Dagobert-Ducks zum Tauchen, ähm, Suchen einlud.

Wer sich lieber auf die traditionellen philatelistischen Methoden beschränkten wollte, kam bei den zahlreichen Tauschwilligen ebenfalls auf seine Kosten. Dabei beschränkte sich der Austausch nicht nur auf gleichsprachige Partner!

Bei der Ausstellung gab es neben den Exponaten, nicht zu vergessen die dänischen, die Präsentationen der Museen zu entdecken. Auch zahlreiche Händlerstände konnten vielfach das Interesse wecken.
Mit insgesamt sehr positiven Eindrücken und der Hoffnung auf weitere Treffen dieser Art löste sich die Versammlung gegen 16 Uhr allmählich auf.