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Kanutour

zweiter Versuch

Am Funtag 2004, dem 15. August, stand ein neuer Versuch an, die Plöner Seen mit Hilfe von Kanus zu erobern. Hatten wir letztes Jahr wegen Regens und starken Windes kurzfristig auf dem Kaffeedampfer zur "Großen Plöner Seenrundfahrt" anheuern müssen, waren wir diesmal zu allem bereit. Der Wind war zwar auch an diesem Sonntag nicht gerade mäßig, aber auch wenn von Sonne leider nur selten eine Spur zu sehen war, so war es zumindest trocken.

Also orderten wir unerschrocken sieben Vierer-Kanus für die insgesamt 30 aus ganz Schleswig-Holstein angereisten Jungen SammlerInnen nebst Familien, zwei hatten ihr eigenes Kajak mitgebracht. Nachdem sich jeder mit einem Paddel und einer Schwimmweste ausgerüstet hatte und alle Wertgegenstände in den wasserdichten Tonnen verstaut waren, stachen wir in den Großen Plöner See. Wie der Name schon andeutet, ist dieser See nicht ganz klein, was bei Wind durchaus zu etwas Seegang führt, der ein Kanu schnell wie eine Nussschale in monstermässigen Wellenbergen wirken lässt. Diese widrigen Umstände nötigten eine Familien-Crew postwendend zur Umkehr, wir anderen holten ordentlich aus und konnten uns nach Umrundung einer Halbinsel über windgeschützteres ruhigeres Wasser freuen.

Nach ein paar weiteren Schlägen erreichten wir eine Umsetzstelle, an der wir unsere Kanus einzeln mit Hilfe einer Lore auf Schienen ein Stückchen über Land in den Kleinen Plöner See bugsierten. Dort hatten wir dann etwa eine Stunde Zeit, um den See gemächlich zu umrunden, wobei die ein oder andere Bucht großzügig abgeschnitten wurde. Nach etwa der Hälfte unserer Runde bot sich eine herrliche Aussicht auf das frisch renovierte Plöner Schloß.

Auf dem Rückweg zur Umsetzstelle entwickelte sich ein kleines Rennen zwischen einer Bad Schwartauer Crew und einer Bad Oldesloer Crew, die mit einem Abstecher der Bad Schwartauer in den Schilfgürtel endete, aus dem sie sich aber aus eigener Kraft wieder befreien konnten. Überhaupt übte das Ufer auf einige Boote, insbesondere an schmalen Wegstrecken, eine magische Anziehungskraft aus - ein Kanu zu steuern ist gar nicht so leicht!

Wieder zurück auf dem großen Plöner See mussten wir uns nun gegen Wind und Welle zurück zum Bootsverleih kämpfen, was noch einmal die Mobilisierung aller Kräfte erforderte. Mit einigem Abstand erreichte dann aber auch das letzte Boot aus eigenem Antrieb den sicheren Hafen und alle konnten trockenen Fußes wieder ans sichere Ufer klettern. Trotz der anspruchsvollen Umstände wie Wind und Welle und der gelegentlichen Wettfahrten war kein unfreiwilliges Bad durch Kenterung erfolgt.

Nach diesen Mühen waren wir natürlich alle ziemlich hungrig und so eilten wir flugs zum nahe gelegenen Grillplatz, um den Nachmittag mit Grillwürstchen und mitgebrachten Salaten bei einem netten Plausch ausklingen zu lassen.

Und so können wir jetzt sagen: Kanufahrt Plöner See - abgehakt; für nächstes Jahr muss eine neue Herausforderung her!

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Torsten Kuhlmann

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